Ich komme gerade von einem dreitägigen Marathon zurück: Drei Tage lang, jeweils zwölf Stunden täglich, habe ich unsere Website komplett neu aufgebaut.
Das Ziel war nicht einfach nur eine neue Website zu veröffentlichen. Ich wollte eine Frage beantworten, die derzeit überall gestellt wird:
Wie einfach ist es wirklich, mit KI eine professionelle Website zu erstellen?
Gleichzeitig wollte ich neue SEO-Strategien entwickeln, die auf KI-gestützten Workflows und Inhalten basieren. Im Internet findet man unzählige Beiträge darüber, was Claude, Cursor und andere KI-Modelle angeblich alles können. Was jedoch oft fehlt, ist ein ehrlicher Einblick in den tatsächlichen Arbeitsprozess, wenn man ein reales Projekt umsetzt.
Drei Tage später war die Website fertig: https://metanow.com
Ob euch das Design gefällt, könnt ihr selbst beurteilen. Ob die SEO-Strategie und die KI-Optimierung (AIO) erfolgreich sind, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Fragt mich in sechs Monaten noch einmal.
Hat es sich gelohnt?
Nachdem ich rund 250 US-Dollar für Cursor AI Tokens ausgegeben und Claude MAX bis an seine Grenzen genutzt habe, lautet meine Antwort: Ja.
Allerdings nicht aus dem Grund, den viele erwarten.
Soziale Medien vermitteln häufig den Eindruck, dass KI eine Art Zauberknopf ist: Man schreibt einen Prompt und erhält automatisch eine fertige Website.
Die Realität sieht anders aus.
Man muss sich weiterhin Gedanken über Struktur, Benutzerführung, Inhalte, Design, Markenauftritt und technische Umsetzung machen. KI nimmt einem diese Entscheidungen nicht ab – sie beschleunigt den gesamten Prozess erheblich.
Letztendlich entsteht eine Zusammenarbeit zwischen dem Menschen und der KI.
Der größte Vorteil
Am meisten beeindruckt hat mich nicht, dass KI Entwickler oder Designer ersetzt.
Sondern die Geschwindigkeit.
Innerhalb von nur drei Tagen konnte ich aus einer Idee eine vollständig funktionierende Website entwickeln.
Auf dem klassischen Weg hätte ich wahrscheinlich:
- eine Agentur oder Freelancer suchen müssen,
- ein ausführliches Briefing erstellen müssen,
- mehrere Designrunden durchlaufen,
- auf die Entwicklung warten,
- Zwischenstände kontrollieren,
- Änderungen anfordern
- und hoffen müssen, dass das Endergebnis meinen Vorstellungen entspricht.
Ganz zu schweigen von den Kosten.
Diesmal hatte ich die volle Kontrolle über jede Entscheidung und konnte in einem Tempo arbeiten, das vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.
KI arbeitet nicht von allein
Während dieses Experiments wurde eines sehr deutlich:
KI ersetzt keine Fachkenntnisse. Sie verstärkt sie.
Je besser man Marketing, Design, SEO, Entwicklung und das eigene Unternehmen versteht, desto bessere Ergebnisse erzielt man mit KI.
Ohne dieses Fundament entstehen zwar schnell beeindruckende Inhalte – sie lösen jedoch nicht zwangsläufig die eigentlichen Probleme.
Jetzt beginnt der spannende Teil
Die Website ist fertig.
Jetzt beginnt der eigentliche Test.
Wird die SEO-Strategie funktionieren?
Werden KI-gestützte Inhalte bessere Ergebnisse erzielen?
Werden Suchmaschinen diese neue Arbeitsweise belohnen?
Heute kann das noch niemand beantworten.
In etwa sechs Monaten werde ich deutlich mehr darüber sagen können.
Die eingesetzten Tools
Für dieses Projekt habe ich unter anderem folgende Tools verwendet:
- Cursor
- Claude Code (Claude MAX)
- Pantalytics
- Odoo
- GitHub
Jedes dieser Tools hatte seine eigene Aufgabe. Gemeinsam haben sie es ermöglicht, deutlich schneller zu entwickeln, zu testen und zu veröffentlichen, als ich es erwartet hätte.
Fazit
Ich bin überzeugt, dass KI die Art und Weise verändern wird, wie Websites und viele andere digitale Produkte künftig entstehen.
Nicht, weil sie Menschen ersetzt. Sondern weil sie einzelnen Personen ermöglicht, in kurzer Zeit Ergebnisse zu erzielen, für die früher ganze Teams erforderlich waren.
Falls ihr selbst mit ähnlichen Workflows experimentiert – sei es im Webdesign, Marketing, in der Softwareentwicklung oder in einer anderen Branche – schreibt mir gerne.
Mich interessiert, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und wohin sich diese Entwicklung eurer Meinung nach bewegt. Ich glaube, wir stehen erst am Anfang.
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